PROFI-CAR Lexikon

Motorenöle 1 - Allgemein

Es gibt in einem Verbrennungsmotor viele Teile, die sich mit hoher Geschwindigkeit drehen und an anderen Teilen reiben können. Der Verschleiss und die Überhitzung die durch die Reibung entstehen, können den Motor in kürzester Zeit zerstören. Um das zu vermeiden benötigt man einen Schmierstoff.

Es gibt verschiedenen Varianten und Qualitäten bei den Motorenölen. Man hat eine Auswahl zwischen Mineralöl, das aus Erdöl gewonnen wird, oder dem teureren synthetischen Öl. Die Anforderungen des Fahrzeugherstellers muss dabei erfüllt werden. Ölsorten sind in der Regel mischbar. Vorsichtshalber sollte man das Mischen von mineralischem und synthetischem Öl unterlassen.

Grundsätzlich sind folgende Anforderungen zu erfüllen:

  • Es sollte Ringspalts zwischen Kolben und Zylindern abdichten sowie vor Korrosion, Verschleiß und Ablagerungen schützen und diese einschließen, daher die zunehmend dunkle Färbung.
  • Des Weiteren bietet das Öl eine Kühlfunktion für den Motor von Innen durch den Wärmetransport zum Kurbelgehäuse oder separatem Ölkühler.
  • Die heutigen Motorenöle müssen alterungsstabil sein, also für lange Ölwechselintervalle geeignet sein.
  • Außerdem muss die Viskosität (Fließvermögen) optimal auf Kaltstart oder Heißbetrieb des Motors abgestimmt sein.
  • Eine weitere Anforderung an das Öl ist es den Verbrennungsdruck vom Kolben über das Pleuel bis zur Kurbelwelle zu übertragen.

Motorenöle sind in verschiedene Viskositäten eingestuft und je nach Additivierung bzw. Legierungsgrad verschiedene Klassifikationen zugeordnet. Gängige Spezifikationen hierfür sind beispielsweise ACEA und API. Es wird unter mineralischen, teilsynthetischen und vollsynthetischen Motorenölen unterschieden.

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